Nach zehnjähriger "künstlerischer Abstinenz" ist es am Beginn der 2000er-Jahre so weit: Rückkehr zu künstlerischen Aktivitäten. Eine sporadische, gänzlich unverfängliche Art von Wiederbetätigung in Form von Auftragsarbeiten im öffentlichen Raum.

Im Rahmen der Regionalentwicklung wurde im "Steirschen Vulkanland" ein bezirksübergreifendes Netz von Wanderwegen ins Auge gefasst, zu dem die einzelnen Gemeinden eingeladen waren, Teilstrecken beizutragen:
Mitarbeit bei der Konzeption des Themenwegs "Kunst&Kraft", Entwurf und Gestaltung einiger Stationen und Dokumentation des Projekts.

Konzeption u. Gestaltung des Themenweges im Rahmen des Vulkanland-Wegenetzes "Spuren der Vulkane"

Die Handspur ist ein Teil des Vulkanland-Wegenetzes. Die Route kreuzt von Unterlamm kommend das Rückgrat in Gleichenberg und führt westwärts bis St. Stefan bzw. Fernitz.
Die Trautmannsdorfer Wegstrecke stellt, anatomisch betrachtet, den Oberarm dar. Was lag da näher, als sich thematisch mit dem Thema Kraft auseinander zu setzen?
Dabei stellen wir nicht die rohe Muskelkraft in den Vordergrund, sondern versuchen Phänomene und Kräfte der Natur mit bildnerischen Mitteln ins Zentrum der Aufmerksamkeit zu rücken.
Regenerative Energien wie die Kraft des Wassers, des Windes, der Sonne werden ebenso thematisiert wie die unsichtbare Energie magnetischer Felder, die Kraft des Glaubens und die schöpferische Kraft der Phantasie.
Nicht die wissenschaftliche Aufarbeitung steht im Mittelpunkt, nicht die lückenlose Auflistung, sondern die exemplarische Auswahl, der spielerische Umgang, die symbolische Umsetzung.

[X] Den Herrschaften vom Familienreferat der Diözese Graz-Seckau, die als Verantwortliche für die "Herzspur" (Beziehungsweg für Paare) fungieren, dürften zwei der Stationen (Magnetismus und Wasser) so sehr zugesagt haben, dass sie die beiden in ihr Wegesystem integriert haben.
Solches könnte zur Ehre gereichen, denn schon Picasso hat zum Thema Ideenklau in etwa behauptet: Ich stehle alles, seien Sie aber unbesorgt, ich nehme ohnehin nichts Schlechtes! 
Was allerdings wirklich schwer wiegt: Man kopiert nicht, sondern bedient sich gleich des Originals - ohne zu fragen,  interpretiert Inhalte in Hochglanz-Begleitbroschüren munter um und hat nicht einmal den Anstand, den Urheber zu nennen, geschweige denn zu entschädigen.
("Beziehung in Balance: Das Auf und Ab hat System"; "Geben und Nehmen: Ein Wechselspiel mit Kippgefahr")
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Brunnengestaltung am Vorplatz des 2004 eröffneten Kultursaals in Trautmannsdorf

Das Objektensemble thematisiert Wasser als Leben spendendes Medium, als Energielieferant und nicht zuletzt als Klanginstrument.
Vergleichbar mit der blutführenden Ader gewinnen vier formal bootsähnliche Figuren in einem Wasserbecken über in Silikonschläuchen zugeführtes Wasser ein Eigenleben. Die massiven Figuren interagieren mit dem Wasser, im Becken vollzieht sich ein unendlicher Zyklus zwischen Statik und Dynamik: Füllen - Kippen - Entleeren...
Wasser wird in meiner Arbeit einerseits verwendet als Triebfeder für die Bewegung der Objekte, andererseits als Element, das sich selbst inszeniert, optisch und akustisch. 
Mit der bewegten, ständig sich ändernden spiegelnden Oberfläche wird es selbst zum Gegenstand der Betrachtung. 
Das optisch erfahrbare Geschehen wird begleitet von einer entsprechenden Geräuschkulisse: Die wechselnden, hinter einander und bisweilen gleichzeitig ablaufenden Schüttvorgänge ergeben eine Art Wassermusik, unaufdringlich, aber durch die Variation immer präsent.
Die durch Wasser initiierte Aktivität steht symbolisch für die Widmung des Platzes an sich: als Ort der Begegnung und Zeichen für Lebendigkeit des kulturellen Lebens in der Gemeinde. 
In seiner Farbgebung ist die Objektgruppe abgestimmt auf örtliche Gegebenheiten.

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Feuerwehrdenkmal als Kontrapunkt zum tradierten Bild des Feuerwehrpatrons | Objekt aus Polyester, Edelstahl und Beton

Emanzipation unter den Heiligen: Ein Helm als Symbol für Schutz wird getragen von 5 stählernen Säulen. Sie weisen darauf hin, dass neben dem dominierenden Florian vier weitere Figuren zu den Schutzheiligen der Feuerwehr zählen: Anna, Barbara, Laurentius und Mamertus.

Flashpräsentation zum Projekt

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